#Fleißige Thailänderin

Das Bild der hart arbeitenden Thailänderin taucht in diesen Geschichten immer wieder auf: Frauen, die ihre Familien finanziell unterstützen, mehrere Jobs jonglieren und eine Arbeitsmoral in eine Beziehung einbringen, die so manchen an ein anderes Lebenstempo gewöhnten Ausländer überrascht. Diese Hingabe wird von außen nicht immer richtig verstanden, und mehrere hier gesammelte Geschichten handeln genau von diesem Kulturschock — wie man das ständige Opfer von jemandem versteht, der aufgewachsen ist mit der Überzeugung, harte Arbeit sei das einzige echte Sicherheitsnetz, das es gibt. Das am häufigsten wiederkehrende Detail in diesen Geschichten ist das, was nicht passiert: Geldforderungen. Für das gegenteilige Muster siehe unseren Leitfaden Betrug.


Geschichten mit #Fleißige Thailänderin

Titelbild: Ihre Mutter wollte 35.000 Dollar Mitgift und 2.000 im Monat, nur um zu beweisen, dass es mir ernst war. Ich weiß immer noch nicht, ob ich einer Kugel entkommen bin.

Ihre Mutter wollte 35.000 Dollar Mitgift und 2.000 im Monat, nur um zu beweisen, dass es mir ernst war. Ich weiß immer noch nicht, ob ich einer Kugel entkommen bin.

Ein 50-jähriger Australier lernte in Bangkok Mali kennen, eine hochgebildete Frau, mit der er monatelang jeden Tag sprach. Als sie ihrer Mutter endlich von der Beziehung erzählte, forderte diese eine Mitgift von 35.000 Dollar und 2.000 im Monat. Die Geschichte einer Trennung, die niemand als normal ansieht, nicht einmal Thailänder selbst.

Titelbild: Der Lockdown zerstörte die Geschäfte, die sie zwanzig Jahre lang aufgebaut hatte. Sie hörte nie auf, mich jeden Morgen und jeden Abend anzurufen.

Der Lockdown zerstörte die Geschäfte, die sie zwanzig Jahre lang aufgebaut hatte. Sie hörte nie auf, mich jeden Morgen und jeden Abend anzurufen.

Bei einer Gruppenreise durch Thailand 2019 lernte ein Ire auf Koh Samui eine geschiedene Frau kennen, die mehrere kleine Unternehmen führte. Der Lockdown zwang sie, zurück nach Isaan zu ziehen, aber sie hörten nie auf, jeden Tag miteinander zu sprechen. Jahre später plant er, ihr bei seinem nächsten Besuch einen Antrag zu machen.

Titelbild: Meine letzte Nacht in Bangkok verbrachte ich mit einer Kellnerin. Jahre später war sie meine Chefin in Phuket, und nicht mehr dieselbe.

Meine letzte Nacht in Bangkok verbrachte ich mit einer Kellnerin. Jahre später war sie meine Chefin in Phuket, und nicht mehr dieselbe.

2009, mit 30 Jahren und ohne Arbeit nach der Finanzkrise, landete ein englischer Gipser aus Nottinghamshire auf dem Weg nach Australien in Bangkok. Eine 24-jährige Kellnerin, ein Monat Inselhopping und Jahre billiger Flüge später lebte er in Phuket: erst in ihrem Reisebüro, dann als Barleiter an der Bangla Road. Nie eine Arbeitserlaubnis.


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